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Kein Brotlichtmilieu bei Gragger
Werber*innenlektion Nr. 1: Mach keine Werbung für dich. Bespiele stattdessen die Zielgruppe. Denkt dein Chef, dass du Mitte zwanzigjähriger die Zielgruppe bist? Zeig ihm, wen er dann hätte: Jemanden, der am Wochenende bereit ist, eine halbe Stunde durch die Stadt zu fahren, um in einer Berghainlangen Schlange auf das beste Brot der Stadt zu wartet. Das kann er mit einer knalligen Kampagne haben: Wir rufen das „Brotlichtmilieu“ in der Bäckerei an der Kurfürstenstraße aus. Hier werden Zuckerbrot und Pariser verkauft, Menschen warten am Strich und wir spenden Backwaren an Organisationen, die Sexarbeiter*innen vor Ort supporten. Downside: Das geht zwei Wochen lang gut. Dann trudeln neue Trend in die Feeds und es heißt ciao, hippe Bäckerei zwischen Kunst und Kiez.
Auf welche Zielgruppe die Marke eigentlich zielt, ist die gehobene Stammkundschaft. Sie sind wie Pferde, die jeden Tag zum gleichen Trog trotten. Coole Pferde zwar, aber dennoch Gewohnheitstiere. Sie wollen Bio nicht wegen des Lebensgefühls, sondern wegen der Qualität. Sie sind gesetzter, leben in Familien, stehen über den Trends und essen Abendbrot.
Gragger lädt sie mit hochwertigem Design, einem freundlichen, aber zügigen Service und bestem Brot ein, in ihre Routine aufgenommen zu werden. Für sie gibt es den Klassiker zum Abendbrot: Brot.
Die neue Strategie war klar. Von ihr ausgehend richtete ich die Marke in verschiedene Dimensionen für die Zielgruppe ein:
- Plakate, die das Brot die Lebensrealität der Zielgruppe versetzen
- Vereinheitlichung der Produktnamen
- Hyperlokale Kampagnen, die darauf zielen, alle vorbeikommenden Pendler*innen anzusprechen.
- Schulungen für Mitarbeiter*innen
- Systematik, um mögliche Immobilien für neue Filialen zu bewerten
- Entwicklung einer modularen Eröffnungskampagne für zukünftige Filialeröffnungen
© Gragger/Das ist Brot GmbH
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